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Abschied


Verloren stand sie da und starrte in den Nebel. Längst waren die Schlusslichter des Zuges nicht mehr zu sehen. Ihre Augen tränten. Der Wind trieb ein paar braune Blätter über den leeren Bahnsteig. Irgendwo bellte ein Hund.
Fröstelnd schlug sie den Mantelkragen hoch und machte sich auf den Heimweg.

Auf dem Küchentisch standen die Kaffeetassen vom Frühstück. In einer war noch ein Schluck übrig. Sie hob die Tasse an die Lippen, schmeckte sein Rasierwasser. Der kalte Kaffee war eklig.

Sein Lachen hing noch in der Luft, das Kopfkissen lag zusammengeknuddelt auf dem ungemachten Bett, auf dem Couchtisch im Wohnzimmer stand die ausgetrunkene Weinflasche, daneben zwei Gläser. Zwei.

Wann kommst du wieder? – Wenn die Hyazinthen blühen.
Es würde ein langer Winter werden.



Kuroi nekko (Gast) - 28.12.2006 04:33

Man

fühlt sich total allein nach dem Lesen dieses Textes! Du schreibst unheimlich gut!
virago - 28.12.2006 21:12

Lach. Danke.
Ich denke, es ist vielleicht ein bisschen kitschig geraten ... aber na ja.

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Das Letzte (Kommentare)

:-)
Warts mal ab, Wolfi... da kommt noch mehr! Zugegeben:...
virago - 2009/12/06 22:39
Sehr nett!
Vor allem der "Pfefferkuchen" und die "Bratäpfel"...
schlosser - 2009/12/06 22:18
Viola!
Das Gänsebrüstl ist ja schon online. Insoferne...
schlosser - 2009/11/19 22:38

Verirrt?

 

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Zuletzt aktualisiert: 06.12.2009 22:39

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