[>>]

Abschied


Verloren stand sie da und starrte in den Nebel. Längst waren die Schlusslichter des Zuges nicht mehr zu sehen. Ihre Augen tränten. Der Wind trieb ein paar braune Blätter über den leeren Bahnsteig. Irgendwo bellte ein Hund.
Fröstelnd schlug sie den Mantelkragen hoch und machte sich auf den Heimweg.

Auf dem Küchentisch standen die Kaffeetassen vom Frühstück. In einer war noch ein Schluck übrig. Sie hob die Tasse an die Lippen, schmeckte sein Rasierwasser. Der kalte Kaffee war eklig.

Sein Lachen hing noch in der Luft, das Kopfkissen lag zusammengeknuddelt auf dem ungemachten Bett, auf dem Couchtisch im Wohnzimmer stand die ausgetrunkene Weinflasche, daneben zwei Gläser. Zwei.

Wann kommst du wieder? – Wenn die Hyazinthen blühen.
Es würde ein langer Winter werden.



Name

HINWEIS AN SPAMMER: Kommentare, die mit einem Werbelink versehen sind (Online-Shop o.ä.) werden ohne Rücksicht auf allfällige Themenbezogenheit des Inhalts umgehend gelöscht.

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild

 

Neues in der Literarchie

Literarchie RSS Podcast Twitter

Das Letzte (Kommentare)

Viola!
Das Gänsebrüstl ist ja schon online. Insoferne...
schlosser - 2009/11/19 22:38
Hmmm!!!
Sorbet ist ja allerdings eher was für die KALTE...
virago - 2009/11/08 21:04
Orangenglück.
So was einfaches. Und doch so was glücklichmachendes! Sehr.. .
schlosser - 2009/11/08 20:27

Verirrt?

 

Buttons Buttons

Creative Imperfection
minskurax

Literarchie zum Hören

Weblog Status

Start: 22.09.2006
Online seit 1164 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 24.11.2009 22:38

Credits