Abschied


Verloren stand sie da und starrte in den Nebel. Längst waren die Schlusslichter des Zuges nicht mehr zu sehen. Ihre Augen tränten. Der Wind trieb ein paar braune Blätter über den leeren Bahnsteig. Irgendwo bellte ein Hund.
Fröstelnd schlug sie den Mantelkragen hoch und machte sich auf den Heimweg.

Auf dem Küchentisch standen die Kaffeetassen vom Frühstück. In einer war noch ein Schluck übrig. Sie hob die Tasse an die Lippen, schmeckte sein Rasierwasser. Der kalte Kaffee war eklig.

Sein Lachen hing noch in der Luft, das Kopfkissen lag zusammengeknuddelt auf dem ungemachten Bett, auf dem Couchtisch im Wohnzimmer stand die ausgetrunkene Weinflasche, daneben zwei Gläser. Zwei.

Wann kommst du wieder? – Wenn die Hyazinthen blühen.
Es würde ein langer Winter werden.



Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild

 

Neues in der Literarchie

Literarchie RSS Podcast

Das Letzte (Kommentare)

ausgebreitete Arme
AmarettazuBlaue - 28.07.08 19:03
gegenüber kunstwerken
bonanzaMARGOT - 28.07.08 13:54
Und dennoch ...
virago - 27.07.08 17:06
... eben ein gefundenes...
bonanzaMARGOT - 27.07.08 16:46
Möglicherweise,...
virago - 27.07.08 16:36

Dein Userstatus

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Weblog Status

Start: 22.09.2006
Online seit 685 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 04.08.2008 15:33

Klickliste

Vote for me @ Dulzinea Charts - Literatur

Linkbutton

Creative Imperfection

xunds Minicity

minskurax

Literarchie zum Hören


Aktuelles
Gedichtetes
Gesehenes
Getextetes
Geträumtes
Gezeichnetes
Kulinarisches
Texte zum Tag
Verworfenes
Webzeugs
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren