Namenlos
Angst auf meinen Lippen
bitter wie Stein
der Tod grinst fahlgrün über meine
linke Schulter
die Mauern grau, die dunkelroten Ziegel wie
Beton
kein Fenster, keine Türen, keinen
Ausstieg
ich kam hierher
am Übermorgen
ich falle, falle, falle
vom Gestern
in den Grund der Nacht
du willst, dass meine
Finger bluten sollen
die Steine aber
sind glatt weich unantastbar kalt
ich verstehe nichts
mehr
hab ich je verstanden
die Fratze der Nacht
ist grau wie aller Nächte
Morgen
droht leuchtend schwarz
Erwachen
(Dezember 2005)
virago
- 08.12.2006 22:50
- Gedichtetes

