Als A. nach Hause kommt, hat er sich vom vortägigen Kater noch nicht ganz erholt und ist schlecht gelaunt, nicht zuletzt, weil er ein schlechtes Gewissen hat. Die Kinder stürmen mit lautem Gebrüll („Papa, Papa, ich muss dir was zeigen!“) auf ihn zu. Die Frau fragt völlig grundlos: „Und, Schatz, warst du mir auch treu?“ Dabei lacht sie auch noch so merkwürdig.
„Wie kannst du sowas fragen?“, erwidert er gereizt. „Vertraust du mir etwa nicht mehr?“
„Unsinn. Schön, wenn du brummig bist, lasse ich dich in Ruhe.“
„Ich bin nicht brummig. Was du immer hast!“
Beleidigt zieht sich A. in sein Arbeitszimmer zurück. ‚Ständig muss sie sich einmischen und mich kontrollieren’, denkt er. Und: ‚Was heißt schon treu. War doch bloß ein lächerlicher kleiner Seitensprung. Ist ja nicht so, als würde ich mir eine Geliebte halten und darüber meine Pflichten als Familienvater vernachlässigen! Wenn ich da an den B. denke – na, der hat ja vielleicht eine saubere Moral. Und das Beste daran: Seine Frau hat keine Ahnung. Hält ihn für einen braven, getreuen Ehemann. Ha!’
„Also weißt du, meine Liebe“, flötet Frau B., als sie am nächsten Tag ihre Tochter bei den A.s abholt, „du musst dir nichts dabei denken. Meiner macht das schon seit Jahren. Na ja. Männer eben.“
„Hm?“, fragt Frau A. verdattert. „Wie meinst du das?“
„Himmel, du wusstest es gar nicht? Ach, das ist mir jetzt aber peinlich. Ich wollte bestimmt nicht ... Vergiss es einfach, okay?“
„Wenn sie bloß nicht so verdammt selbstgerecht wäre!“ Trübsinnig starrt A. in sein Bier. „Was hab ich ihr denn getan? Wegen einem einzigen lächerlichen Seitensprung gleich so ein Theater.“
„Weiber!“, rülpst B. „Die wird schon wieder, mach dir mal keine Sorgen.“
Variante 3
„Wie kannst du sowas fragen?“, erwidert er gereizt. „Vertraust du mir etwa nicht mehr?“
„Unsinn. Schön, wenn du brummig bist, lasse ich dich in Ruhe.“
„Ich bin nicht brummig. Was du immer hast!“
Beleidigt zieht sich A. in sein Arbeitszimmer zurück. ‚Ständig muss sie sich einmischen und mich kontrollieren’, denkt er. Und: ‚Was heißt schon treu. War doch bloß ein lächerlicher kleiner Seitensprung. Ist ja nicht so, als würde ich mir eine Geliebte halten und darüber meine Pflichten als Familienvater vernachlässigen! Wenn ich da an den B. denke – na, der hat ja vielleicht eine saubere Moral. Und das Beste daran: Seine Frau hat keine Ahnung. Hält ihn für einen braven, getreuen Ehemann. Ha!’
„Also weißt du, meine Liebe“, flötet Frau B., als sie am nächsten Tag ihre Tochter bei den A.s abholt, „du musst dir nichts dabei denken. Meiner macht das schon seit Jahren. Na ja. Männer eben.“
„Hm?“, fragt Frau A. verdattert. „Wie meinst du das?“
„Himmel, du wusstest es gar nicht? Ach, das ist mir jetzt aber peinlich. Ich wollte bestimmt nicht ... Vergiss es einfach, okay?“
„Wenn sie bloß nicht so verdammt selbstgerecht wäre!“ Trübsinnig starrt A. in sein Bier. „Was hab ich ihr denn getan? Wegen einem einzigen lächerlichen Seitensprung gleich so ein Theater.“
„Weiber!“, rülpst B. „Die wird schon wieder, mach dir mal keine Sorgen.“
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