Nur ein Tropfen Salz

Sie lauert im Hintergrund auf einen jener unbewachten Augenblicke, da das Lachen schweigt.

Langsam gehe ich über die Brücke. Angekettet am gusseisernen Geländer parkt ein altes Fahrrad. Es parkt da jeden Tag. Im trockenen Teil des Flussbettes fährt ein Mann in seinem Rollstuhl. Ich erkenne ihn an der Rottweilerhündin, die ihm vorausläuft. Er plagt sich auf dem unebenen Gelände und ich frage mich flüchtig, wie er da wohl runter gekommen ist, nicht, dass es wichtig wäre. Die Fußgängerampel am Ende der Brücke steht wie immer auf Rot.

Auf dem Rückweg springt sie mich an. Noch ehe ich das alte Fahrrad erreiche. Alle Hände voll mit Einkaufstaschen und ich kann mich wie immer nicht wehren. Noch fünfhundert Meter, meine Füße finden den Weg.

Irgendwann wird sie aufhören. Im Grunde hat sie gar keine Bedeutung.

Nur ein Tropfen Salz auf meiner Haut.

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