Mir geht es umgekehrt wie bon - seit meine Eltern tot sind, fühle ich mich mehr "beobachtet" als zu der Zeit, als sie noch lebten. Damals waren sie weit weg, jetzt habe ich das Gefühl, dass sie um mich sind. Nicht ständig, aber oft.
Ich erinnere mich - am Sterbebett meines Vaters habe ich zeitweise mit Gott verhandelt, dass er mich holen und ihn am Leben lassen solle. Ich hielt mich für entbehrlicher und hätte meinen eigenen Tod sinnvoller gefunden als seinen ...
Dabei standen wir uns nicht mal besonders nahe.
Aber ich glaube, in diesem Augenblick wäre es mir sogar mit einem völlig fremden Sterbenden ebenso gegangen.
Seit dieser Zeit habe ich unendliche Hochachtung vor Menschen, die ständig Sterbende begleiten und dabei selbst halbwegs gesund bleiben können.
Gruß vom schmollfisch Anna
ps. Ach, noch was, da bon diesen Vater/Sohn in der Gartenwirtschaft erwähnt - ich habe nach dem Tod meines Vaters mehrmals seltsame, widersprüchliche Dinge gehört, was seine Meinung über uns, meinen Bruder und mich, betrifft.
Ich will nicht ins Einzelne gehen, aber damals habe ich mir vorgenommen, meinen beiden Töchtern (20 und 17) oft zu sagen und zu zeigen, wie stolz ich auf sie bin, ohne Wenn und Aber.
Darauf achte ich seitdem. Man weiß ja nie.
Mir fällt es immer noch schwer, die nötige Distanz zu finden. Gerade mein Vater stand mir sehr nahe, jedenfalls als ich ein Kind und ein junges Mädchen war. Ich war ein ausgesprochenes "Papa-Kind". Natürlich änderte sich das im Lauf der Jahre, es gab auch eine Zeit, in der ich ihn total ablehnte, aber in seinen letzten Jahren hatten wir wieder ein sehr gutes Verhältnis.
Kurz vor seinem Tod gab es einen Streit, ich bin so froh, dass wir uns rechtzeitig wieder versöhnt haben!
Ich erinnere mich - am Sterbebett meines Vaters habe ich zeitweise mit Gott verhandelt, dass er mich holen und ihn am Leben lassen solle. Ich hielt mich für entbehrlicher und hätte meinen eigenen Tod sinnvoller gefunden als seinen ...
Dabei standen wir uns nicht mal besonders nahe.
Aber ich glaube, in diesem Augenblick wäre es mir sogar mit einem völlig fremden Sterbenden ebenso gegangen.
Seit dieser Zeit habe ich unendliche Hochachtung vor Menschen, die ständig Sterbende begleiten und dabei selbst halbwegs gesund bleiben können.
Gruß vom schmollfisch Anna
ps. Ach, noch was, da bon diesen Vater/Sohn in der Gartenwirtschaft erwähnt - ich habe nach dem Tod meines Vaters mehrmals seltsame, widersprüchliche Dinge gehört, was seine Meinung über uns, meinen Bruder und mich, betrifft.
Ich will nicht ins Einzelne gehen, aber damals habe ich mir vorgenommen, meinen beiden Töchtern (20 und 17) oft zu sagen und zu zeigen, wie stolz ich auf sie bin, ohne Wenn und Aber.
Darauf achte ich seitdem. Man weiß ja nie.
Kurz vor seinem Tod gab es einen Streit, ich bin so froh, dass wir uns rechtzeitig wieder versöhnt haben!
Ich vermisse ihn immer noch.
das ist doch prima,