Omas Rezepte
In Zeiten der Sparsamkeit sind Omas Rezepte vermutlich wieder gefragt.
Das Folgende ist ohne Gewähr, da ich es selber bisher noch nie zubereitet habe.
1. Unterlegte Kartoffeln:
Meine Mutter hat das oft gekocht, ich kann mich nicht mehr exakt dran erinnern, aber es ging ungefähr so:
Pellkartoffeln in ausreichender Menge zubereiten, in Scheiben schneiden, abwechselnd mit Scheiben von Leberstreichwurst (die damals billig war) in eine gefettete Auflaufform schichten, versprudelte Eier drübergießen und ab damit ins Rohr. Ich glaub die Eier wurden gesalzen.
Vermutlich eine Kalorienbombe.... tja.
2. Falscher Sauerrahm:
1 Eidotter vom Eiklar trennen (meine Mama tat das Eiklar weg, weil sie keine Verwendung dafür hatte), mit Milch, etwas Mehl und 1 Spritzer Essig verquirlen. Milch und Mehl mengenmäßig nach Gefühl, ich glaub es war so ca. 1-2 El Milch und 1-2 Tl Mehl.
Geht eigentlich für alles, auch für Dillsoße, muss nur eine Weile aufkochen, damit das Mehl bindet.
Ist vermutlich nicht wirklich billiger als Sauerrahm, aber wer kauft schon gern einen Becher Sauerrahm, wenn mal eben zwei Esslöffel davon benötigt? Außerdem dürfte es kaloriensparend sein.
Ich nehm ja statt Sauerrahm meistens einfach Magerjoghurt und notfalls zum Binden etwas Stärkemehl oder Kartoffelpürreepulver, aber das Omarezept hat doch Charme... oder?
Das Folgende ist ohne Gewähr, da ich es selber bisher noch nie zubereitet habe.
1. Unterlegte Kartoffeln:
Meine Mutter hat das oft gekocht, ich kann mich nicht mehr exakt dran erinnern, aber es ging ungefähr so:
Pellkartoffeln in ausreichender Menge zubereiten, in Scheiben schneiden, abwechselnd mit Scheiben von Leberstreichwurst (die damals billig war) in eine gefettete Auflaufform schichten, versprudelte Eier drübergießen und ab damit ins Rohr. Ich glaub die Eier wurden gesalzen.
Vermutlich eine Kalorienbombe.... tja.
2. Falscher Sauerrahm:
1 Eidotter vom Eiklar trennen (meine Mama tat das Eiklar weg, weil sie keine Verwendung dafür hatte), mit Milch, etwas Mehl und 1 Spritzer Essig verquirlen. Milch und Mehl mengenmäßig nach Gefühl, ich glaub es war so ca. 1-2 El Milch und 1-2 Tl Mehl.
Geht eigentlich für alles, auch für Dillsoße, muss nur eine Weile aufkochen, damit das Mehl bindet.
Ist vermutlich nicht wirklich billiger als Sauerrahm, aber wer kauft schon gern einen Becher Sauerrahm, wenn mal eben zwei Esslöffel davon benötigt? Außerdem dürfte es kaloriensparend sein.
Ich nehm ja statt Sauerrahm meistens einfach Magerjoghurt und notfalls zum Binden etwas Stärkemehl oder Kartoffelpürreepulver, aber das Omarezept hat doch Charme... oder?
virago
- 10.09.2008 19:31
- Kulinarisches





Ich habe hier ein Kochbuch von Lina Morgenstern, das 1926 erschienen ist (schon in 10. Auflage).
Manchmal blättere ich ein bisschen darin. Besonders interessant sind die Kuchenrezepte. Ich habe eines gefunden, das 19 Eier verlangt. Ein ganz normaler Rührkuchen. Ja, rühren soll man auch. Eineinhalb Stunden lang.
Der Kuchen wird dann nicht einfach gebacken, sondern "abgebacken", und übrigens wird auch Butter nicht etwa schaumig gerührt, sondern "schaumig abgetrieben".
Manchmal kann einem auch richtig schlecht werden, zum Beispiel bei Kalbsgehirn in Petersiliensoße. Das Gehirn ist so weich, dass man es mit dem Löffel abstechen kann, und zwei Gehirne reichen für 4 bis 6 Personen. Hannibal wünscht guten Appetit.
Schönen Gruß vom schmollfisch!
ps. Ich habe übrigens immer reichlich Sauerrahm zu Hause. Wir tun ihn in den Salat und auf den Flammkuchen.
Glaubs oder nicht, meine Urgroßmutter - die schon 70 war, als ich zur Welt kam - hatte tatsächlich die Kraft und Ausdauer, stundenlang Teig zu rühren oder auch zu "schlagen", was sie nicht mit Knethaken am Elektromixer machte, sondern von Hand mit dem Kochlöffel. Wahnsinn!
"Teig schlagen" hatte von daher Sinn, es klang so und sah auch danach aus. (Ich wette, sie hätte auch ausdauernd Kinderpopos verhauen können, wenn sie wollen hätte. Hat sie aber nie.)
Ups, grad fällt mir ein, Sauerrahm heißt bei euch ja eigentlich "saure Sahne", lach. Gut, dass du es trotzdem verstanden hast.
Na ja, du muss vermutlich keine Fettkalorien sparen *g*.
Mein Gehirn ist glücklicherweise noch nicht so weich, dass man es mit dem Löffel abstechen kann. (Hoff ich zumindest.)
Und... viele Eier im Kuchen waren glaub ich zu Uromas Zeiten ein ganz besonderes Merkmal von Reichhaltigkeit. Es gibt sogar einen blöden Witz, der allerdings nicht ganz stubenrein ist.
Der Pfarrer sagt: De neiche Pfarrersköchin war jo recht guat - wann's bloß beim Kochen ned so fü Oa spoan tatert!
Der Witz liegt in der klanglichen Gleichheitheit von "Oa spoan" (Eier sparen) und "Oasch bohrn" (ähm ... den Anus mit dem Finger reinigen... oder so) *g*.
(Übersetzung wird bei Bedarf nachgeliefert.)
wäre schon neugierig wie ein Kuchen mit 19 Eiern schmeckt, wahrscheinlich war der riesengroß, ausreichend für den ganzen Familienclan? :)
@ Virago
Meine Oma, eine sparsame Frau bereitete hin und wieder aus altem Brot, Wasser, Maggi und viiieeel Knoblauch eine Brotsuppe. Ich aß sie sehr gerne und durfte dann am nächsten Morgen in der Schule in der letzten Reihe sitzen.
Brotsuppe mit Knoblauch
(Wenn du jemanden küssen willst, füttere ihn einfach auch damit.)