Literarchie-Wettbewerb: Die schlechteste Geschichte der Welt

Liebe Mitschreiberlinge,
habt ihr schon einmal versucht, einen Text zu schreiben, der unübertrefflich schlecht ist?
Jetzt habt ihr Gelegenheit dazu. Tobt euch aus, zieht alle Register des schlechten Geschmacks und "schlechten Handwerks" beim aktuellen Schreibwettbewerb der Literarchie. Wie immer können auch Gäste mitmachen!
Einreichschluss ist der 15. September.
Nähere Infos im » Literarchieblog bzw. im » Forum.





oder ist "schlechtschreiben" als kunstform gemeint - also gewollt gut "schlechtschreiben"?
Rechtschreib- und Grammatikfehler, Tippfehler, allgemein Schlamperei gehören zwar mit dazu, sind aber für sich genommen noch zu wenig, um einen an sich guten oder zumindest brauchbaren Text so richtig "schlecht" zu machen. Ich dachte eher an sowas wie: haarsträubender Plot, farblose Charaktere, unvermittelt zur "passenden" Zeit auftauchende Personen (Stichwort "deus ex machina"), unglaubwürdige Wendungen, unfreiwillige Komik, belanglose Details .... oder auch schlicht und einfach eine total langweilige alltägliche Situation, anekdotenhaft und ohne Humor erzählt ...
Es darf ruhig die Leser unterhalten, wenn denn jemand das Kunststück zustande bringt. Aber, wie schon im Ausschreibungstext erwähnt: Es soll eben KEINE Parodie auf schlechten Stil (im Sinne von Trash/Pulp Fiction) sein.
Optimal wäre aus meiner subjektiven Sicht ein Text, der glaubwürdig so wirkt als hätte ihn ein naiver Schreibanfänger verfasst (und nicht ein Profi-Autor, der absichtlich den Anfänger mimt), aber trotzdem zum Lachen reizt.
Unlesbar... hm, na ja, wenn der ganze Text TOTAL unlesbar ist, würde das vermutlich einfach nur übertrieben wirken. Haufenweise Buchstabendreher sind aber sicher ein brauchbares "Stilmittel".
Ein Test hat ergeben, dss icih im schnelltippen eine Menge fehlr hingriege, ohne lang darüber nachdenken szu mussüen. :)
stilblüten oder pulp sind vorstellbar. die kann man beim schlecht-schreiben wohl gar nicht vermeiden.
wenn ich an einen schlechten text denke, fallen mir gebrauchsanweisungen, gesetzestexte und meine ersten liebesbriefe ein.
na ja, und manche meiner gedichte, die ich aus langeweile in der leselupe veröffentlichte.
es war dies meine genaue frage: wie will man beurteilen, dass ein text schlechter als ein anderer ist?
das ist ja noch in höherem maße geschmacks- bzw. ungeschmackssache.
oder sind texte gemeint, wo einem schlecht wird?
z.b. so ein richtig blutgetränkter, wo ein pädophiles massenmörderschwein sein opfer ausweidet?
"wie will man beurteilen, dass ein text schlechter als ein anderer ist?"
Gegenfrage: Wie will man beurteilen, dass ein Text BESSER als ein anderer ist?
Stilblüten - klar. Pulp... okay, ich meinte bloß: Nicht im Sinn von "Kult-Trash", der Kommerzkitsch absichtlich auf die Schippe nimmt.
"oder sind texte gemeint, wo einem schlecht wird?
z.b. so ein richtig blutgetränkter, wo ein pädophiles massenmörderschwein sein opfer ausweidet?"
Nö, das wär ja eher .... Splatter, oder?
Genremäßig/themenmäßig gibts ja keine Einschränkung, insofern passt sowas durchaus auch, müsste aber zusätzlich auch noch "schlecht geschrieben" sein.
Um bei deinem Glasvergleich zu bleiben: Gewonnen hätte dann derjenige, der am glaubwürdigsten alles danebenschüttet und dabei den Eindruck erweckt, er hätte den Ehrgeiz gehabt, nicht einen einzigen Tropfen zu verschütten.
absichtlich schlecht schreiben ist bestimmt eine spaßige sache, und insofern ist auch die bewertung wirklich nicht ernst zu nehmen. es müßte eine jury geben, die aus welchen gründen auch immer, sich dafür auserkoren hält - vielleicht weil sie lektoren sind, oder schlechte schriftsteller, oder konsalik-leser.
ich würde vielleicht noch ein thema vorgeben. ansonsten ist das schlecht-schreiben doch recht beliebig - gerade im rahmen eines kleinen literaturforums.
z.b.: schreibt einen möglichst schlechten text (oder gedicht) über krieg, oder die liebe, oder die familie ...
zu sagenKonstruktives beizutragen habe, etwas weniger plappern als du. Aber ich heiße ja auch nicht Margot.